Widerspruch

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Widerspruch

Im alltäglichen Geschäftsverkehr kommt es immer wieder vor, dass Unternehmen ihren Kunden fehlerhafte Rechnungen zum Beispiel für den Strom zusenden. Ein zügiger Widerspruch ist hier das richtige Mittel, um sich zur Wehr zu setzen.

Ist ein Mahnbescheid eingegangen, bestehen für den Antragsgegner grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder er begleicht die Forderung oder er reicht innerhalb von zwei Wochen einen Widerspruch ein. Ebenfalls möglich ist ein Teilwiderspruch, bei dem nur einem Teil der Forderung widersprochen wird.

Das gilt es beim Widerspruch zu beachten

StrassenbeleuchtungWer sich für einen Widerspruch entscheidet, muss diesen nicht begründen. Es reicht hingegen aus, den Widerspruch in schriftlicher Form rechtzeitig einzulegen. Eine bestimmte Form ist dabei ebenfalls nicht vorgesehen, es empfiehlt sich in der Praxis jedoch, auf die hierfür vorgefertigten Formulare der Mahngerichte zurückzugreifen. In der Regel können diese Widersprüche schneller bearbeitet werden. Auf keinen Fall sollte der Widerspruch einfach nur mündlich mitgeteilt werden zum Beispiel per Telefon. Es ist wichtig, dass der Antragsgegner belegen kann, dass der Widerspruch tatsächlich fristgerecht erfolgt ist. Aus diesem Grund sollte der Brief mit dem Widerspruch zum Beispiel per Einschreiben mit Rückschein verschickt werden und nicht etwa als normale Briefsendung. Möglich ist auch das Versenden als Fax mit Sendeberichtsbestätigung. Denkbar ist weiterhin das Versenden einer E-Mail, auch hier ist allerdings in der Regel kein Nachweis des Zugangs möglich. In der Praxis sollten die meisten E-Mails jedoch den Empfänger tatsächlich wie gewünscht erreichen.

Sobald der Antragsgegner von seinem Recht auf Widerspruch Gebrauch gemacht hat, ist das Mahnverfahren beendet. Von hier an muss der Antragsteller klagen, wenn er seine Forderung noch immer durchsetzen möchte. Der Antragsteller erhält hierzu eine Benachrichtigung des Mahngerichts mit einer Übersicht über die Kosten, die bei einem streitigen Verfahren anfallen. Wird vom Recht auf Widerspruch kein Gebrauch gemacht, kann der Antragsteller nun einen Vollstreckungsbescheid beantragen.

Wann ein Widerspruch sinnvoll ist

Ein Widerspruch gegen eine Forderung kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein. Hat der Antragsgegner einer Mahnung zum Beispiel eine fehlerhafte Rechnung für seinen Strom oder eine andere Leistung erhalten, sollte er einen Widerspruch einlegen. Der Strom-Rechnung kann zum Beispiel ein Strom-Preis in falscher Höhe zugrunde liegen, es liegt ein falscher Abrechnungszeitraum vor oder es soll eine bereits bezahlte Leistung doppelt abgerechnet werden. In jedem Fall ist es entscheidend, dass der Antragsgegner den Fehler in der Rechnung schnell erkennt und möglichst bald darauf reagiert.

Ein Widerspruch schützt vor der Weiterleitung an Inkassodienstleister

Das schnelle Einlegen eines Widerspruchs gegen eine Forderung ist auch deshalb sinnvoll, weil hierdurch aus einer unbestrittenen Rechnung eine bestrittene Rechnung wird. Nur unbestrittene Rechnungen werden von den Unternehmen an Inkassodienstleister weitergeleitet, bei bestrittenen Rechnungen erfolgt diese Weiterleitung in der Praxis aufgrund der eigenen Geschäftsordnungen der Inkassodienstleister nicht. Auch eine Meldung des Falls an die Schufa oder andere Auskunfteien erfolgt nicht, wenn die Rechnung bestritten ist.