Schuldnerverzeichnis

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Schuldnerverzeichnis

Eine Anfrage an das Schuldnerverzeichnis gibt Auskunft darüber, ob der Schuldner nicht zahlen kann oder möchte. Dabei ist das Schuldnerverzeichnis eine gute Hilfe.

AbsichernEine Löschung im Schuldnerverzeichnis wird durchgeführt, der Gläubiger nachweislich befriedigt wurde oder alternativ nach einer abgelaufenen Frist von drei Jahren. Allerdings stehen für die im Vollstreckungsgericht vorliegende Schuldnerkartei nur Informationen zur Verfügung, die diesen Amtsgerichtsbezirk betreffen. Es besteht die Annahme, dass der Schuldner durch Wohnsitzwechsel in anderen Amtsgerichtsbezirken bereits eine eidesstattliche Versicherung abgelegt hat und in der dortigen Schuldnerkartei bereits eine Eintragung vorhanden ist.

Eine Inkasso-Software kann Sie auf unterschiedlicher Weise bei der Eintreibung von Forderungen behilflich sein. Damit kann die Vermögenssituation des Schuldners festgestellt werden und unter Zugrundelegung der Software eine Anfrage beim zuständigen Amtsgericht an die Schuldnerkartei gestellt werden.

Schuldner, von denen beim Amtsgericht eine eidesstattliche Erklärung vorliegt, sind von Amts wegen vom Vollstreckungsgericht in ein spezielles Register, dem Schuldnerverzeichnis eingetragen. Auf Antrag erteilt das Amtsgericht Informationen, welche Daten über eine bestimmte Person dort verzeichnet sind, wenn der Antragsteller darlegen kann, warum diese Informationen für Ansprüche im privatrechtlichen Bereich relevant sind. Diese Auskunft beim Gericht ist gebührenfrei.

Aktueller Zählerstand zuhauseDie Verfahrensweise, die zu einer Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung führt, dient dazu, durch Vermögensoffenlegung einen Einblick in das Vermögen des Schuldners zu bekommen. Zugleich kann festgestellt werden, ob und welche Maßnahmen zur Vollstreckung noch vorliegen. Von Maßnahmen zur Vollstreckung ist abzuraten, falls ein Schuldner im Schuldnerverzeichnis eingetragen ist, denn sie sind zu diesem Zeitpunkt nicht erfolgversprechend. Trotzdem sollte nicht gleich auf Maßnahmen verzichtet werden. Die Wirksamkeit eines Vollstreckungstitels beträgt 30 Jahre und es ist die Möglichkeit gegeben, einige Vollstreckungsversuche durchzuführen. Besteht ein Eintrag des Schuldners im Schuldnerverzeichnis, sollten Sie den erwirkten Titel drei Jahre ruhen lassen, um einen Versuch der Vollstreckung durchzuführen.

Zeigt eine erneute Anfrage an das Schuldnerverzeichnis, dass vom Schuldner bisher keine eidesstattliche Erklärung vorliegt, können die Maßnahmen zur Vollstreckung gestartet werden und der Gerichtsvollzieher einen Auftrag für die Vollstreckung erhalten. Auch ein Energieversorgungsunternehmen kann zusätzlich zum Vollstreckungsauftrag einen Gerichtsvollzieher beauftragen, falls die Pfändung nicht dazu führt, den ausstehenden Rechnungsbetrag für den Strom zu erhalten und eine eidesstattliche Erklärung abgenommen werden muss. Dieser Antrag ist in den meisten Fällen eine leichte Druckgebung, Zahlungen zu leisten, um nicht in die schwarze Liste für Kreditschädigungen aufgenommen zu werden. Anfragen an das Schuldnerverzeichnis können nur gerichtet werden, wenn Privatpersonen, Gewerbetreibende oder Freiberufler involviert sind. Niemals können Unternehmen eine eidesstattliche Versicherung erteilen. Ist der Schuldner eine Firma, könnte ein Check beim Insolvenzgericht nützlich sein.