Mahngebühren

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Mahngebühren

Der Bezeichnung Mahngebühr kann die Gebühren beim Gericht in einem Mahnverfahren ausdrücken oder die meistens pauschalen Sätze von Bearbeitungs- und Mahngebühren, die bei einem Mahnwesen außergerichtlich oder gerichtlich additional zur geforderten Summe entstehen und eingefordert werden können.

AnbieterwechselNach deutschem Recht sind die Gebühren des Gerichtes, falls der Schuldner seiner Zahlungspflicht nicht nachkommt, im Regelfall komplett vom Schuldner zu begleichen, wenn eine berechtigte Forderung besteht. Mahngebühren, die das gerichtliche Mahnverfahren betreffen, werden aus den Kosten des Gerichts, die Verfahrensauslagen für den Antragsteller und eventuell der Prozessbevollmächtigtenkosten abgerundet. Von unserer Software oder von Amts wegen werden die Gerichts- und Anwaltskosten automatisch in Rechnung gestellt und in den Mahnbescheid integriert. Die Gerichtskosten werden immer nach der Höhe des geforderten Hauptbetrages erstellt. Bei Eingabe der geschuldeten Summe, bzw. die Beträge ohne Zinsen und weiten Nebenanforderungen berechnet Ihnen die Software die entsprechenden Gebühren für Ihren speziellen Fall.

Der Gläubiger hat keinen Anspruch auf Ersatz des allgemeinen persönlichen Aufwandes als Nebenforderung. Wie beim Finanzamt dürfen nur belegbare Kosten geltend gemacht werden, die gegenüber Dritten entstanden sind. Die üblich praktizierten Mahn- und Bearbeitungspauschalen sind, soweit sie nicht im Vertrag dokumentiert wurden, nicht gestattet. Bei einer Auslagerung der Mahntätigkeit können die dem Gläubiger entstandenen nachweisbaren Kosten geltend gemacht werden.

Auch Stromversorgung müssen den Kunden bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist beim Strom eine Mahnung zusenden. Bei einem Zahlungsrückstand von über 100 Euro kann der Stromversorger einen Drohbrief versenden, der zur Sperrung beim Strom führt.

Im gerichtlichen Mahnverfahren müssen zu den Gerichtsgebühren alle additionalen Nebenforderung gesondert und einzeln aufgelistet werden. Die Auslagen des Antragstellers können Ausgaben für außergerichtliche Mahnungen, entstandene Kosten für Auskünfte beim Einwohnermeldeamt, Handels- und Registerauskünfte, Inkassokosten, Schecks die zur Rückbelastung eingereicht wurden bei „sonstigen Forderungen“ geltend gemacht werden. Diese Beträge werden vom Gericht auf ihre Höhe hin geprüft. Sind die Kosten ungewöhnlich hoch, sollte beim Mahnantrag ein entsprechender Beleg über die Auslagenhöhe beigefügt werden.

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Diese Quelle dient nicht nur zu alleinigen Information und Sie sollten additionale Informationsquellen hinzuziehen. Wegen des Anliegens sollte eine kompetente Beratungsstelle oder ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden. Oftmals können Fristen bei zahlreichen Rechtsangelegenheiten laufen, wo Nachteile wegen Versäumnisse entstehen können. Bei einem aktuellen Rechtsproblem sollten Sie sich keinesfalls nur auf das Internet stützen.

Artikel basieren meistens auf der Grundlage des Rechts in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich, der Schweiz oder nur eines der vorherigen Staaten, falls dies im Kapitel angezeigt wurde. Trotz Harmonisierung von Vorschriften in der Europäischen Union können diverse Umsetzungen in den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sehr unterschiedlich sein. Dies betrifft spezielle die nicht der EU angehörigen Staaten Schweiz und Liechtenstein.