Mahnbescheid

Kategorien
Mahnbescheid

Für eine flinke, preiswerte und schlagkräftige Durchsetzung Ihrer Forderung steht der Mahnbescheid bereit. Nach erfolgreicher Umsetzung des gerichtlichen Mahnverfahrens erfolgt der Erlass des Mahnbescheides durch das Mahngericht und dieser wird dem Schuldner zugesandt.

Durch die Hilfestellung entsprechender Software können Sie das Mahnverfahren ohne Kenntnisse vorab selbst einleiten und damit eine Erwirkung des Mahnbescheides erreichen. Dafür benötigen Sie keinen Rechtsanwalt und auch kein Inkasso-Büro. Dadurch bleiben Ihnen weitere Ausgaben erspart und verleiht der Beitreibung der Forderung mehr Tempo.

Liegen nicht alle Daten zum Antragsgegner vor, können fehlende Informationen durch die Software recherchiert werden. Die entsprechende schriftliche Anfrage können Sie problemlos an das Gericht oder die Behörde stellen. Automatisch eruiert die Software genau die entsprechende Stelle aus, die den Adressaten erreichen soll.

Das gerichtliche Mahnverfahren ist insbesondere geeignet, wenn nicht damit zu rechnen ist, dass der Antragsgegner einen Widerspruch einlegt. Additional passt es ideal als Druckmittel, um den Schuldner zu veranlassen, die vorliegende Rechnung des Energieversorgers über Strom zu begleichen.

Falls nach erfolgreicher Zustellung des Mahnbescheides der Schuldner weiterhin nicht zahlt, haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheides zu stellen. Damit erhalten Sie den Vollstreckungsbescheid, mit dem Sie einen Gerichtsvollzieher beauftragen können, die Zwangsvollstreckung durchzuführen.

Steigende Stromrechnungen in den letzten JahrenWenn Sie einen Mahnbescheid per Mahnverfahren beantragen sollten Sie darüber informiert sein, dass das Mahnverfahren ein gesondertes zivil gerichtliches Verfahren darstellt, bei der es keine mündliche Verhandlung, detaillierte Klageschrift und Beweiserhebung gibt. Neben der Aufnahme einer normalen Zivilklage ist dies eine einfache Möglichkeit, um u.a. gegen säumige Schuldner vorzugehen, die ihren Strom nicht zahlen. Sie ist preiswerter als eine Klage und Sie können sie ohne fremde Hilfe durchführen. Der Mahnbescheid beschränkt sich nur auf Geldforderungen, z.B. Darlehens-, Kaufpreis- und Werklohnforderungen. Die Höhe ist unbegrenzt.

Befindet sich der Schuldner im Ausland, insbesondere in einem EU-Staat, ist es manchmal möglich, ein deutsches grenzüberschreitendes Mahnverfahren einzuleiten. Das neue europäische Mahnverfahren steht seit 2008 zur Verfügung und es kann ein EU-Zahlungsbefehl beantragt werden.

Der Mahnbescheid richtet sich vor allem an den „faulen Zahler“, der wahrscheinlich keinen Widerspruch einlegen wird. Nur dann ist er ein tatsächlich schnelles und effektives Mittel gegenüber säumigen Schuldnern.

Kündigung des alten StromanbietersDer Mahnbescheid ist jedoch nicht der schnellste Ablauf, einen gerichtlichen Titel für die Zwangsvollstreckung zu bekommen. Im Gegensatz zu einem normalen Klageverfahren kommt viel Zeit abhanden. Legt der Schuldner gegen den erhaltenen Mahnbescheid Widerspruch ein, wird das Mahnverfahren in ein übliches Zivilprozessverfahren mit genauer begründeter Klageschrift umgewandelt und es findet eine mündliche Verhandlung statt.

Der Entschluss, die Einleitung eines Mahnverfahrens oder Klageerhebung ist nicht einfach. Dafür muss man die Antwort des Schuldners richtig bestimmen können. Bei einem höheren Streitwert muss normalerweise immer mit einem Widerspruch des Schuldners gerechnet werden. Auch für einen Aufschub der Zahlung sollten Sie direkt klagen. Ist die exakte Adresse des Schuldners nicht mit Sicherheit zu eruieren, sollten Sie niemals einen Mahnbescheid beantragen. Kann der Mahnbescheid nicht zugestellt werden, bleibt er ohne Wirkung. Im Gegensatz zu einer Klageerhebung gibt es keine sogenannte öffentliche Zustellung im Mahnverfahren.

Voraussetzung für den Mahnbescheid ist der Zahlungsverzug und der Anspruch auf Zahlung in inländischer Währung und unter bestimmten Voraussetzungen in ausländischer Währung.