Insolvenzverfahren

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Insolvenzverfahren

Ist ein Unternehmen von einem Insolvenzverfahren bedroht, müssen Gläubiger vorab erkennen, welche Schritte für die Begrenzung von Schäden vorgenommen werden können, um die noch ausstehenden Geldforderungen erfüllt zu bekommen.

Wurde bereits das Insolvenzverfahren über eine Firma eröffnet, muss sich der Gläubiger mit er Insolvenzmasse zufrieden geben. Die Quote bei einer Ausschüttung beträgt im Durchschnitt 5% der angemeldeten Forderung, falls das Insolvenzverfahren nicht mangels Masse eingestellt wird.

Kündigung des StromanbietersNur wenn genügend Insolvenzmasse vorhanden ist, besteht der Grund einer Insolvenz und das Gericht beschließt, ein Insolvenzfahren zu eröffnen. In diesem Beschluss wird der Insolvenzverwalter bestellt. Bei der Bestellung eines Insolvenzverwalters entscheidet das Gericht nach eigenem Ermessen. Meistens wird der vorläufige Insolvenzverwalter auch im eröffneten Verfahren als Verwalter bestellt.

Die Bekanntgabe der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird im Internet unter www.insolvenzbekanntmachungen.de von Amts wegen bekanntgegeben und ein entsprechender Antrag erfolgt im Handelsregisterbuch.

Das Gericht terminiert im Eröffnungsbeschluss die Gläubigerversammlung. Auf der Basis des Berichts des Insolvenzverwalters wird der Fortgang des Insolvenzverfahrens beschlossen. Der Termin sollte nicht mehr als sechs Wochen später, höchstens allerdings drei Monate nach der Insolvenzeröffnung stattfinden. Zusätzlich wird ein sogenannter Prüfungstermin zur Prüfung der angemeldeten Forderungen bestimmt. Die beiden Termine können getrennt oder auch zusammen abgehalten werden.

Negative Schufa AuskunftGeschäftspartner können im Regelfall die Insolvenz eines Unternehmens vorhersehen. Wer seinen Geschäftspartner beobachtet, wird bestimmte Zeichen von Schwierigkeiten einer Zahlung erkennen und die Geschäftsbeziehung einige Zeit nicht fortführen. Was ist bei einer neuen Geschäftsbeziehung zu tun und es besteht noch keine Erfahrung mit dem neuen Geschäftspartner? Ein guter Schutz ist die Einigung per Vorkasse. Kann dies nicht umgesetzt werden, sind vorab für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen Infos über das neue Unternehmen einzuholen. Dazu reicht eine Auskunft über die Firma, Prüfung der Bonität inklusive Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit. Das Schuldnerverzeichnis kann bei den Amtsgerichten eingesehen werden. Im dortigen Schuldnerverzeichnis wird die Person eingetragen, die eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Wurde von einer Privatperson eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, zeigt es auch Energieunternehmen an, dass die Person über eine momentane Zahlungsunfähigkeit und Vermögenslosigkeit verfügt und die Rechnung für den Strom nicht zahlen kann. In diesem Fall ist eine Zwangsvollstreckung nicht möglich.