Hilfe bei letzter Mahnung

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Hilfe bei letzter Mahnung

Kündigung des alten StromanbietersWenn die letzte Mahnung eintrifft und man diese trotzdem nicht begleichen kann, ist guter Rat teuer. Doch auch dann gibt es einige Notfalltipps, die als Erste Hilfe dienen können. Doch nicht jeder Tipp kann auch bei jeder Situation angewendet werden. Dies sollte immer, je nach Situation, gewählt werden. Im Falle einer letzten Mahnung ist es jedoch nie ein Fehler eine Schuldnerberatung aufzusuchen, denn diese prüft den Fall ganz konkret und kann somit individuelle Hilfe leisten. Die nachfolgenden Maßnahmen und Tipps können, wenn sie auf den Einzelfall zutreffen, dann auch gemeinsam mit der Schuldnerberatung organisiert werden.

Alleine oder mit Hilfe?

Viele Menschen, die eine letzte Mahnung erhalten, wollen als Erstes einmal alleine versuchen das Problem zu lösen. Doch die aller erste Frage, die man sich stellen sollte, ist, ob man es wirklich alleine schaffen kann. Hierfür muss die Situation genau geprüft werden. Ist es der Fall, dass man lediglich in diesem einen Monat den Verpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht nachkommen kann, so kann man versuchen mit diesem zu sprechen und einen kurzen Aufschub zu erreichen. Ist man allerdings schon länger in Verzug und möglicherweise bei mehreren Gläubigern, so sollte man schnellstmöglich eine Schuldnerberatung aufsuchen. Sehr wichtig ist, dass man die richtigen Prioritäten setzt. So sollte man dem Drängen eines Gläubigers nicht nachgeben, wenn man dafür die Miete, den Billigstrom oder gar den Unterhalt nicht begleichen kann. Diese Dinge sollten stets an der ersten Stelle stehen. Denn wer beispielsweise seine Miete nicht bezahlt, dem kann es passieren, dass die Wohnung gekündigt wird. Wer den Energielieferanten nicht bezahlt, dem wird früher oder später der Strom abgestellt. Wer „lediglich“ mit der Rechnung eines Einkaufs im Rückstand liegt, dem kann nicht so viel passieren, als wenn die anderen, sehr wichtigen Zahlungen nicht geleistet werden.

Gegen Pfändungen wappnen

Geschockte Frau wegen erhöhter StrompreisrechnungEs sollte schnellstmöglich geprüft werden, ob der Gläubiger bereits die Möglichkeit hat zu pfänden. Bei „normalen“ Gläubigern ist dies erst dann der Fall, wenn ein Titel, wie beispielsweise ein Vollstreckungsbescheid, vorliegt. Wenn Pfändungen bereits erfolgen, so sollte umgehend geprüft werden, ob eventuell Abwehrmittel bestehen. Wenn bereits ein Titel vorliegt, so sollte man umgehend dafür sorgen, dass das Konto geschützt ist. Eventuell sollte man das Konto in ein P-Konto umwandeln. Dadurch ist der monatliche Geldeingang, bis zur Pfändungsfreigrenze, vor Gläubigern und deren Zugriff darauf, geschützt.

Die Ankündigung des Gerichtsvollziehers

Wenn sich bereits der Gerichtsvollzieher angekündigt hat, ist es wichtig, dass der Termin auch wahrgenommen wird. Keinesfalls sollte man sich unsichtbar machen und den Termin verstreichen lassen. Wer den Termin aus ganz bestimmten Gründen nicht wahrnehmen kann, der sollte umgehend Kontakt mit dem Gerichtsvollzieher aufnehmen und die Hintergründe für die Terminverschiebung erklären. Wer dem Gerichtsvollzieher, in diesem Fall, nicht Bescheid gibt, der kann in die Gefahr geraten, wenn er trotz seiner Ankündigung vor der geschlossenen Türe steht, dass die Wohnung auch in Abwesenheit geöffnet wird. Dies hat weitere Kosten zur Folge.

Das Öffnen der Post

Um den Erhalt der letzten Mahnung zu verhindern, sollte man die Post stets sofort öffnen und niemals ungeöffnet herum liegen lassen. Wertvolle Informationen oder Widerspruchsmöglichkeiten könnten einem somit entgehen. Vor allem gerichtliche Schreiben sollten umgehend geöffnet und gelesen werden. Zudem sollten die Umschläge der Zustellungen von Behörden und Gerichte auf jeden Fall aufbewahrt werden. Ein Widerspruch hat oftmals nur eine recht kurze Frist, deren Beginn sich nach dem handschriftlichen Zustellungsdatum auf dem Umschlag richtet.